Frequently Asked Questions
Erhalten Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu unserem System, technischem Entwurf, unseren Dienstleistungen und unseren Unternehmensaktivitäten.
Was genau liefert urb-x?
urb-x ist Systemlieferant. Wir liefern den kompletten Brückenüberbau: die Module, die Werkstattplanung, den statischen Nachweis des Systems sowie das Logistik- und Montagekonzept. Die Montage übernimmt Ihr eigenes Team oder wird über unsere Partner organisiert. Unterbau, Fundamente, Widerlager und Baustelleneinrichtung verbleiben bei lokalen Bauunternehmen und Planungsbüros, mit denen wir zusammenarbeiten. Für öffentliche Auftraggeber bedeutet das einen einzigen Ansprechpartner für das Brückensystem, bei gleichzeitig erhaltener regionaler Wertschöpfung.
Wie wird das urb-x System beschafft?
Ein Systemprodukt wird anders beschafft als in herkömmlichen Projekten. Drei Wege sind möglich:
i) Direktvergabe oder Direktauftrag, für kleinere Bauwerke und für Leistungen in der Frühphase, innerhalb der in Ihrem Land geltenden Schwellenwerte.
ii) Design & Build und funktionale Ausschreibung bzw. Leistungsbeschreibung: Sie geben die Anforderungen auf funktionaler Ebene vor: was die Brücke hinsichtlich Spannweite, Breite, Nutzung, Randbedingungen, Budget und Richtlinien leisten soll. Die Bieter, also Anbieter mit Planung und Ausführung aus einer Hand (Generalübernehmer, Totalunternehmer oder Bietergemeinschaft), schlagen eine intelligente Lösung vor, in der Regel zu einem Festpreis. Wir liefern den Überbau an dasjenige Bauunternehmen, das mit unserem System anbietet.
iii) Als Lieferant oder Nachunternehmer: gegenüber einem Bauunternehmen, das den Zuschlag bereits erhalten hat, oder gegenüber einem Entwickler, der ein neues Projekt plant und baut.
Die konventionelle Ausschreibung lässt sich nur schwer mit einem Systemprodukt verbinden. Sie setzt voraus, dass der Überbau vor der Angebotsphase im Detail geplant und nachgewiesen wird, eine Leistung, die wir für das urb-x System bereits erbracht haben. Der Auftraggeber bezahlt sie dann zweimal, und die modulare Lösung kann nur noch als Nebenangebot oder Unternehmervariante eingebracht werden. Das ist möglich, kostet aber mehr und bietet allen Beteiligten weniger Sicherheit. Die Bauweise wird faktisch in den frühen Projektphasen festgelegt. Deshalb lohnt sich das Gespräch mit uns, bevor der Entwurf feststeht.
Kann urb-x unser Vorhaben unterstützen, bevor die Bauweise feststeht?
Ja. In frühen Projektphasen bringen wir unser Know-how zur modularen Bauweise über Machbarkeitsprüfungen und Variantenstudien, Kosten- und Terminschätzungen sowie Visualisierungen ein. Unsere Leistungen in dieser Phase halten wir bewusst lösungsneutral, damit sie in einem späteren Vergabeverfahren allen Bietern zur Verfügung gestellt werden können. Die Erstberatung ist kostenlos, weitergehende Leistungen erbringen wir auf Honorarbasis.
In welche Länder kann urb-x liefern?
urb-x liefert sein modulares Holzbrückensystem europaweit, mit Schwerpunkt auf der Schweiz, Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten. Das System ist konform nach Eurocodes sowie den geltenden nationalen Anhängen und einschlägigen Regelwerken, beispielsweise SIA und VSS in der Schweiz sowie ZTV-ING, RE-ING und ERA in Deutschland. Für die Ausführung arbeiten wir mit lokalen Planungsbüros und Bauunternehmen zusammen, welche die geltenden Normen und die örtliche Praxis gut kennen.
Welche Spannweiten, Breiten und Anwendungsfälle sind möglich?
Das System deckt Spannweiten bis 35 Meter ab, bei Modullängen bis 30 Meter und Fahrbahnbreiten ab 2,5 Meter. Längere Brücken werden als mehrfeldrige Bauwerke ausgeführt. Grössere Einzelspannweiten erfordern eine projektspezifische Verstärkung.
Typische Anwendungsfälle sind Geh- und Radwegbrücken, Überführungen, aufgeständerte Radwege und Böschungswege. Sowohl gerade als auch gekrümmte Linienführungen sind möglich, und der Überbau ist mit jedem Unterbautyp und -material kompatibel.
Wie lange dauert die Montage vor Ort?
Da die Module vollständig vorgefertigt sind, beschränken sich die Arbeiten vor Ort auf Heben, Verbinden und Fertigstellen. Je nach Konfiguration und Zugänglichkeit der Baustelle reicht dies von wenigen Stunden bei einer schmalen Fussgängerbrücke bis zu mehreren Wochen bei längeren aufgeständerten Abschnitten. Die Gesamtbauzeit liegt 50 bis 70 Prozent unter der Bauzeit für konventioneller Brücken. Das bedeutet kürzere Sperrungen, weniger Beeinträchtigung für Anwohner und Verkehr sowie höhere Terminsicherheit, da witterungsbedingte Verzögerungen weitgehend entfallen.
Wie lang ist die Lieferzeit von der Bestellung bis zur Lieferung?
In der Regel zwei bis drei Monate von der Auftragsbestätigung bis zur Lieferung auf die Baustelle, abhängig von der Konfiguration. Bauunternehmen erhalten innerhalb von fünf Arbeitstagen ein indikatives Angebot, sobald die Grunddaten des Projekts urb-x vorliegen.
Wie hoch sind die Nutzungsdauer und die Unterhaltskosten?
Für das Tragsystem von urb-x wurde durch die Harrer Ingenieure GmbH als externer Prüfingenieur eine geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren nachgewiesen, erreicht durch konstruktiven Holzschutz. Verschleissteile wie Lager und Fahrbahnbeläge haben eine kürzere Nutzungsdauer und werden periodisch ersetzt, wie bei jeder konventionellen Brücke.
Der empfohlene Unterhalt folgt einem standardmässigen Prüfzyklus, und da das System modular aufgebaut ist, lassen sich einzelne Elemente austauschen, statt das gesamte Bauwerk zu erneuern. Die Lebenszykluskosten sind planbar und liegen bei rund einem Prozent der Baukosten pro Jahr, im üblichen Rahmen für Brückenbauwerke. Eine projektspezifische Berechnung der Lebenszykluskosten stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.
Wo wurde das System bereits gebaut?
In Basel, in der Schweiz, wurde ein Prototypabschnitt errichtet. Er wurde nach einigen Jahren zurückgebaut, da das Areal einer anderen Nutzung zugeführt wurde. Die Module sind eingelagert und werden derzeit für ihren nächsten Einsatz eingeplant. Darüber hinaus kam das System in Machbarkeitsstudien, Konzepten und Entwurfsleistungen laufender Projekte zur Anwendung.
Entscheidender ist jedoch: urb-x ist Systemlieferant. Wir kombinieren etablierte Materialien und bewährte Technologien effizienter, statt ungeprüfte Komponenten einzuführen. Brettschichtholz, Stahlverbindungen und Betonfahrbahnplatten sind im Brückenbau seit Jahrzehnten im Einsatz, und die Art ihrer Kombination wurde durch einen externen Prüfingenieur nachgewiesen. Unser Produktionspartner Hasslacher Norica Timber verfügt über eine umfangreiche Referenzliste im Ingenieurholzbau von Brücken. Einen Link zu deren Referenzprojekten finden Sie auf unserer Website unter «Projekte».
Wie verhält sich Holz im Aussenbereich?
Die Dauerhaftigkeit von Holzbrücken ist eine Frage der Konstruktion und der Feuchtigkeitskontrolle, nicht des Materials selbst. Das Holz in den Tragwerksteilen wird konstruktiv geschützt: Die Fahrbahnplatte und umfangreiche Fugenabdichtungen schirmen das Tragwerk gegen direkte Bewitterung ab, und die Entwässerungssysteme sind so eingerichtet, dass Wasser abgeführt wird, statt sich zu stauen.
Zusätzlich steuert unser Produktionspartner die Holzfeuchte über den gesamten Fertigungsprozess und stellt sie auf das für den Aussenbereich geeignete Niveau ein, also höher als im Hochbau. Das minimiert Schwinden und Rissbildung im späteren Betrieb. Die geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren wurde auf dieser Grundlage durch einen externen Prüfingenieur beurteilt.
Wie verhält sich eine Holzbrücke im Brandfall?
Deutlich besser, als die Intuition vermuten lässt. Bauholz brennt mit einer vorhersehbaren Rate ab (EN 1995-1-2 setzt für Vollholz aus Nadelholz einen Bemessungswert der ideellen Abbrandrate von 0,8 mm pro Minute an), und die Kohleschicht schützt den dahinter liegenden Querschnitt, sodass die verbleibende Tragfähigkeit rechnerisch nachweisbar ist. Anders als Beton platzt Holz nicht ab, und anders als ungeschützter Stahl verliert es bei erhöhten Temperaturen nicht innerhalb weniger Minuten den Grossteil seiner Festigkeit.
Bei einer offenen Geh- oder Radwegbrücke ist die Brandlast zudem von vornherein gering. Projektspezifische Brandschutzanforderungen lassen sich in der Planung berücksichtigen, wie bei jedem anderen Baustoff auch.
Welche Fahrzeuge und Lasten sind zulässig?
Der Überbau ist für Fussgänger, Radfahrende und E-Bikes ausgelegt. Darüber hinaus trägt er Dienst- und Unterhaltsfahrzeuge bis 8 t, in aussergewöhnlichen Lastfällen bis 12 t. Für den allgemeinen Strassenverkehr ist das System nicht vorgesehen.
Welcher Fahrbahnbelag kommt zum Einsatz, und wie erfolgt der Winterdienst?
Der Fahrbahnbelag ist eines von mehreren Systemelementen, die in unterschiedlichen Varianten verfügbar sind, und wird projektbezogen nach den Anforderungen des Auftraggebers gewählt. Der Winterdienst folgt der üblichen kommunalen Betriebspraxis für Rad- und Fussverkehrsinfrastruktur. Eine Fahrbahnheizung ist optional verfügbar.
Wie kreislauffähig ist das System, und sind die Module rückbaubar und wiederverwendbar?
Der Überbau kann vollständig rückbaubar und wiederverwendbar ausgeführt werden. In dieser Konfiguration sind die Verbindungen so ausgebildet, dass Module zurückgebaut, wiederverwendet oder ersetzt werden können, ohne das Bauwerk abzubrechen. Unser Prototypabschnitt belegt dies: Er wurde beschädigungsfrei zurückgebaut und die Module sind für die Wiederverwendung eingelagert.
Ebenso sind vereinfachte und kostengünstigere Konfigurationen möglich; diese sind rückbaubar, aber nicht vollständig wiederverwendbar. In Verbindung mit Holz als CO2-speicherndem Baustoff ergibt sich daraus eine echte Kreislauflösung. Eine Herstellerbindung besteht nicht: Austausch und Reparatur können durch Dritte ausgeführt werden.
Was macht urb-x gegenüber Stahl- oder Betonbrücken wettbewerbsfähig?
Unser optimierter Entwurf macht das System gegenüber konventionellen Brücken sehr wettbewerbsfähig, in den meisten Fällen bei leicht geringeren Kosten.
Die Planung verläuft schneller und sicherer, da Konstruktion und Nachweise des Überbaus bereits vorliegen und nur projektspezifisch angepasst werden. Voraussetzung ist, dass der Beschaffungsweg diese Leistung nicht ein zweites Mal vergibt. Deshalb ist die Vergabeform entscheidend (siehe oben).
Die Vorfertigung im Werk verkürzt die Bauzeit anschliessend um 50 bis 70 Prozent, mit entsprechend geringeren Sperrungen, weniger Beeinträchtigung vor Ort und reduziertem Witterungsrisiko. Der Überbau ist leicht, vergleichbar mit einer Stahlkonstruktion. Das senkt die Anforderungen an Hebegeräte, Unterbau und Gründung und erleichtert einen späteren Ausbau und Wiedereinsatz der Module.
Über den Lebenszyklus werden abgenutzte oder beschädigte Module einzeln ersetzt, statt eine Gesamtsanierung auszulösen. Das hält die Lebenszykluskosten über die geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren tiefer und verlässlicher. Die Fertigung unter Werksbedingungen sorgt zusätzlich für gleichbleibende Qualität unabhängig von den Baustellenbedingungen, bei weniger Materialabfall und weniger Arbeiten in der Höhe.
Welche Gewährleistung bietet urb-x?
Es gelten die üblichen Gewährleistungsbedingungen wie bei jedem Bauprojekt, massgebend ist das anwendbare nationale Recht. Darüber hinaus sind die geplante Nutzungsdauer und die Schätzung der Unterhaltskosten durch eine unabhängige Beurteilung der Statik abgesichert.
Was genau liefert urb-x?
urb-x ist Systemlieferant. Wir liefern den kompletten Brückenüberbau: die Module, die Werkstattplanung, den statischen Nachweis des Systems sowie das Logistik- und Montagekonzept. Die Montage übernimmt Ihr eigenes Team oder wird über unsere Partner organisiert. Unterbau, Fundamente, Widerlager und Baustelleneinrichtung verbleiben bei lokalen Bauunternehmen und Planungsbüros, mit denen wir zusammenarbeiten. Für öffentliche Auftraggeber bedeutet das einen einzigen Ansprechpartner für das Brückensystem, bei gleichzeitig erhaltener regionaler Wertschöpfung.
Wie wird das urb-x System beschafft?
Ein Systemprodukt wird anders beschafft als in herkömmlichen Projekten. Drei Wege sind möglich:
i) Direktvergabe oder Direktauftrag, für kleinere Bauwerke und für Leistungen in der Frühphase, innerhalb der in Ihrem Land geltenden Schwellenwerte.
ii) Design & Build und funktionale Ausschreibung bzw. Leistungsbeschreibung: Sie geben die Anforderungen auf funktionaler Ebene vor: was die Brücke hinsichtlich Spannweite, Breite, Nutzung, Randbedingungen, Budget und Richtlinien leisten soll. Die Bieter, also Anbieter mit Planung und Ausführung aus einer Hand (Generalübernehmer, Totalunternehmer oder Bietergemeinschaft), schlagen eine intelligente Lösung vor, in der Regel zu einem Festpreis. Wir liefern den Überbau an dasjenige Bauunternehmen, das mit unserem System anbietet.
iii) Als Lieferant oder Nachunternehmer: gegenüber einem Bauunternehmen, das den Zuschlag bereits erhalten hat, oder gegenüber einem Entwickler, der ein neues Projekt plant und baut.
Die konventionelle Ausschreibung lässt sich nur schwer mit einem Systemprodukt verbinden. Sie setzt voraus, dass der Überbau vor der Angebotsphase im Detail geplant und nachgewiesen wird, eine Leistung, die wir für das urb-x System bereits erbracht haben. Der Auftraggeber bezahlt sie dann zweimal, und die modulare Lösung kann nur noch als Nebenangebot oder Unternehmervariante eingebracht werden. Das ist möglich, kostet aber mehr und bietet allen Beteiligten weniger Sicherheit. Die Bauweise wird faktisch in den frühen Projektphasen festgelegt. Deshalb lohnt sich das Gespräch mit uns, bevor der Entwurf feststeht.
Kann urb-x unser Vorhaben unterstützen, bevor die Bauweise feststeht?
Ja. In frühen Projektphasen bringen wir unser Know-how zur modularen Bauweise über Machbarkeitsprüfungen und Variantenstudien, Kosten- und Terminschätzungen sowie Visualisierungen ein. Unsere Leistungen in dieser Phase halten wir bewusst lösungsneutral, damit sie in einem späteren Vergabeverfahren allen Bietern zur Verfügung gestellt werden können. Die Erstberatung ist kostenlos, weitergehende Leistungen erbringen wir auf Honorarbasis.
In welche Länder kann urb-x liefern?
urb-x liefert sein modulares Holzbrückensystem europaweit, mit Schwerpunkt auf der Schweiz, Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten. Das System ist konform nach Eurocodes sowie den geltenden nationalen Anhängen und einschlägigen Regelwerken, beispielsweise SIA und VSS in der Schweiz sowie ZTV-ING, RE-ING und ERA in Deutschland. Für die Ausführung arbeiten wir mit lokalen Planungsbüros und Bauunternehmen zusammen, welche die geltenden Normen und die örtliche Praxis gut kennen.
Welche Spannweiten, Breiten und Anwendungsfälle sind möglich?
Das System deckt Spannweiten bis 35 Meter ab, bei Modullängen bis 30 Meter und Fahrbahnbreiten ab 2,5 Meter. Längere Brücken werden als mehrfeldrige Bauwerke ausgeführt. Grössere Einzelspannweiten erfordern eine projektspezifische Verstärkung.
Typische Anwendungsfälle sind Geh- und Radwegbrücken, Überführungen, aufgeständerte Radwege und Böschungswege. Sowohl gerade als auch gekrümmte Linienführungen sind möglich, und der Überbau ist mit jedem Unterbautyp und -material kompatibel.
Wie lange dauert die Montage vor Ort?
Da die Module vollständig vorgefertigt sind, beschränken sich die Arbeiten vor Ort auf Heben, Verbinden und Fertigstellen. Je nach Konfiguration und Zugänglichkeit der Baustelle reicht dies von wenigen Stunden bei einer schmalen Fussgängerbrücke bis zu mehreren Wochen bei längeren aufgeständerten Abschnitten. Die Gesamtbauzeit liegt 50 bis 70 Prozent unter der Bauzeit für konventioneller Brücken. Das bedeutet kürzere Sperrungen, weniger Beeinträchtigung für Anwohner und Verkehr sowie höhere Terminsicherheit, da witterungsbedingte Verzögerungen weitgehend entfallen.
Wie lang ist die Lieferzeit von der Bestellung bis zur Lieferung?
In der Regel zwei bis drei Monate von der Auftragsbestätigung bis zur Lieferung auf die Baustelle, abhängig von der Konfiguration. Bauunternehmen erhalten innerhalb von fünf Arbeitstagen ein indikatives Angebot, sobald die Grunddaten des Projekts urb-x vorliegen.
Wie hoch sind die Nutzungsdauer und die Unterhaltskosten?
Für das Tragsystem von urb-x wurde durch die Harrer Ingenieure GmbH als externer Prüfingenieur eine geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren nachgewiesen, erreicht durch konstruktiven Holzschutz. Verschleissteile wie Lager und Fahrbahnbeläge haben eine kürzere Nutzungsdauer und werden periodisch ersetzt, wie bei jeder konventionellen Brücke.
Der empfohlene Unterhalt folgt einem standardmässigen Prüfzyklus, und da das System modular aufgebaut ist, lassen sich einzelne Elemente austauschen, statt das gesamte Bauwerk zu erneuern. Die Lebenszykluskosten sind planbar und liegen bei rund einem Prozent der Baukosten pro Jahr, im üblichen Rahmen für Brückenbauwerke. Eine projektspezifische Berechnung der Lebenszykluskosten stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.
Wo wurde das System bereits gebaut?
In Basel, in der Schweiz, wurde ein Prototypabschnitt errichtet. Er wurde nach einigen Jahren zurückgebaut, da das Areal einer anderen Nutzung zugeführt wurde. Die Module sind eingelagert und werden derzeit für ihren nächsten Einsatz eingeplant. Darüber hinaus kam das System in Machbarkeitsstudien, Konzepten und Entwurfsleistungen laufender Projekte zur Anwendung.
Entscheidender ist jedoch: urb-x ist Systemlieferant. Wir kombinieren etablierte Materialien und bewährte Technologien effizienter, statt ungeprüfte Komponenten einzuführen. Brettschichtholz, Stahlverbindungen und Betonfahrbahnplatten sind im Brückenbau seit Jahrzehnten im Einsatz, und die Art ihrer Kombination wurde durch einen externen Prüfingenieur nachgewiesen. Unser Produktionspartner Hasslacher Norica Timber verfügt über eine umfangreiche Referenzliste im Ingenieurholzbau von Brücken. Einen Link zu deren Referenzprojekten finden Sie auf unserer Website unter «Projekte».
Wie verhält sich Holz im Aussenbereich?
Die Dauerhaftigkeit von Holzbrücken ist eine Frage der Konstruktion und der Feuchtigkeitskontrolle, nicht des Materials selbst. Das Holz in den Tragwerksteilen wird konstruktiv geschützt: Die Fahrbahnplatte und umfangreiche Fugenabdichtungen schirmen das Tragwerk gegen direkte Bewitterung ab, und die Entwässerungssysteme sind so eingerichtet, dass Wasser abgeführt wird, statt sich zu stauen.
Zusätzlich steuert unser Produktionspartner die Holzfeuchte über den gesamten Fertigungsprozess und stellt sie auf das für den Aussenbereich geeignete Niveau ein, also höher als im Hochbau. Das minimiert Schwinden und Rissbildung im späteren Betrieb. Die geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren wurde auf dieser Grundlage durch einen externen Prüfingenieur beurteilt.
Wie verhält sich eine Holzbrücke im Brandfall?
Deutlich besser, als die Intuition vermuten lässt. Bauholz brennt mit einer vorhersehbaren Rate ab (EN 1995-1-2 setzt für Vollholz aus Nadelholz einen Bemessungswert der ideellen Abbrandrate von 0,8 mm pro Minute an), und die Kohleschicht schützt den dahinter liegenden Querschnitt, sodass die verbleibende Tragfähigkeit rechnerisch nachweisbar ist. Anders als Beton platzt Holz nicht ab, und anders als ungeschützter Stahl verliert es bei erhöhten Temperaturen nicht innerhalb weniger Minuten den Grossteil seiner Festigkeit.
Bei einer offenen Geh- oder Radwegbrücke ist die Brandlast zudem von vornherein gering. Projektspezifische Brandschutzanforderungen lassen sich in der Planung berücksichtigen, wie bei jedem anderen Baustoff auch.
Welche Fahrzeuge und Lasten sind zulässig?
Der Überbau ist für Fussgänger, Radfahrende und E-Bikes ausgelegt. Darüber hinaus trägt er Dienst- und Unterhaltsfahrzeuge bis 8 t, in aussergewöhnlichen Lastfällen bis 12 t. Für den allgemeinen Strassenverkehr ist das System nicht vorgesehen.
Welcher Fahrbahnbelag kommt zum Einsatz, und wie erfolgt der Winterdienst?
Der Fahrbahnbelag ist eines von mehreren Systemelementen, die in unterschiedlichen Varianten verfügbar sind, und wird projektbezogen nach den Anforderungen des Auftraggebers gewählt. Der Winterdienst folgt der üblichen kommunalen Betriebspraxis für Rad- und Fussverkehrsinfrastruktur. Eine Fahrbahnheizung ist optional verfügbar.
Wie kreislauffähig ist das System, und sind die Module rückbaubar und wiederverwendbar?
Der Überbau kann vollständig rückbaubar und wiederverwendbar ausgeführt werden. In dieser Konfiguration sind die Verbindungen so ausgebildet, dass Module zurückgebaut, wiederverwendet oder ersetzt werden können, ohne das Bauwerk abzubrechen. Unser Prototypabschnitt belegt dies: Er wurde beschädigungsfrei zurückgebaut und die Module sind für die Wiederverwendung eingelagert.
Ebenso sind vereinfachte und kostengünstigere Konfigurationen möglich; diese sind rückbaubar, aber nicht vollständig wiederverwendbar. In Verbindung mit Holz als CO2-speicherndem Baustoff ergibt sich daraus eine echte Kreislauflösung. Eine Herstellerbindung besteht nicht: Austausch und Reparatur können durch Dritte ausgeführt werden.
Was macht urb-x gegenüber Stahl- oder Betonbrücken wettbewerbsfähig?
Unser optimierter Entwurf macht das System gegenüber konventionellen Brücken sehr wettbewerbsfähig, in den meisten Fällen bei leicht geringeren Kosten.
Die Planung verläuft schneller und sicherer, da Konstruktion und Nachweise des Überbaus bereits vorliegen und nur projektspezifisch angepasst werden. Voraussetzung ist, dass der Beschaffungsweg diese Leistung nicht ein zweites Mal vergibt. Deshalb ist die Vergabeform entscheidend (siehe oben).
Die Vorfertigung im Werk verkürzt die Bauzeit anschliessend um 50 bis 70 Prozent, mit entsprechend geringeren Sperrungen, weniger Beeinträchtigung vor Ort und reduziertem Witterungsrisiko. Der Überbau ist leicht, vergleichbar mit einer Stahlkonstruktion. Das senkt die Anforderungen an Hebegeräte, Unterbau und Gründung und erleichtert einen späteren Ausbau und Wiedereinsatz der Module.
Über den Lebenszyklus werden abgenutzte oder beschädigte Module einzeln ersetzt, statt eine Gesamtsanierung auszulösen. Das hält die Lebenszykluskosten über die geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren tiefer und verlässlicher. Die Fertigung unter Werksbedingungen sorgt zusätzlich für gleichbleibende Qualität unabhängig von den Baustellenbedingungen, bei weniger Materialabfall und weniger Arbeiten in der Höhe.
Welche Gewährleistung bietet urb-x?
Es gelten die üblichen Gewährleistungsbedingungen wie bei jedem Bauprojekt, massgebend ist das anwendbare nationale Recht. Darüber hinaus sind die geplante Nutzungsdauer und die Schätzung der Unterhaltskosten durch eine unabhängige Beurteilung der Statik abgesichert.
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